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100 Jahre Ehrenbürger Werner Manno

Bilder: Foto Quint

Werner Manno (12.05.1913 - 16.10.2017)

Aus Anlass der festlichen Stadtratssitzung zu Ehren des 215. Geburtstages von Hermann Ludwig Heinrich Fürst von Pückler Muskau verleiht die Stadt nach 35 Jahren wieder ein Ehrenbürgerrecht.

Die Auszeichnung wurde geschaffen, um Bürger zu würdigen, die sich um die Stadt und ihre Bürger besonders verdient gemacht haben.

Es erfolgt die Verleihung des Ehrenbürgerrechtes an Herrn Werner Manno.

Mit Herrn Manno ehren wir einen Bürger unserer Stadt, der sich in eindrucksvoller Weise auf den vielfältigsten Gebieten um das Gemeindewohl verdient gemacht hat. Anliegen des Stadtrates ist es, mit der Verleihung des Ehrenbürgerrechtes einem Mann zu danken, der über Jahrzehnte hinweg und auch noch heute voller Engagement für die Bürger tätig ist.

Es ist unmöglich, alles aufzuführen, was Herr Manno seit seiner Geburt am 12.05.1913 vollbracht hat.

Hervorzuheben ist sein kommunalpolitisches Wirken. Mit Eintritt 1946 in die CDU wurde seine politische Entscheidung getroffen. Ebenfalls 1946 wurde er Stadtverordneter und auch Mitglied des Kreistages.

Im Jahr 1951 trat er dem Kulturbund bei, um vor allem auf die Entwicklung des Parkes und den Erhalt des Pücklerschen Erbes Einfluss nehmen zu können. Als Festvorsitzender stand Werner Manno 1952 an der Spitze der 500-Jahrfeier der Stadt. Er war es, der dafür sorgte, dass die Skulptur von Pückler im Festumzug mitgeführt wurde.

Seit 1953 war Manno Mitglied der Kreissynode und des Gemeindekirchenrates, aus dem er im Jahr 1993 ausschied.

Herr Manno war es, der 1985 gemeinsam mit Herrn Smers, Herrn Hetzel und weiteren Bürgern dafür sorgte, dass anlässlich des 200. Geburtstages von Hermann Fürst von Pückler Muskau der Pückler-Gedenkstein am Eingang des Schloßparkes aufgestellt wurde.

Er wirkte von 1960 bis 1968 aktiv im Park mit, war Mitglied in der Fachgruppe Heimatgeschichte, des Freundeskreises Stadt- und Parkmuseum, der Pücklergesellschaft - Gruppe Bad Muskau und Ehrenmitglied der Schützengilde. Voller Ehrgeiz beschäftigte sich Werner Manno mit der Geschichte und der Entwicklung von Stadt und Park. So mancher "Schatz" wurde bei ihm aufbewahrt und dem Museum übergeben. Er ist immer bereit, sein Wissen um die Geschichte der Stadt weiterzugeben, vor allem an die jüngeren Generationen. Zum Erstaunen vieler wurden am 23.1.91 die Erinnerungsstücke der Schützengilde 1511 an die Stadt übergeben. Hervorzuheben ist auch sein Wirken als Chronist und Publizist. Die Beiträge findet man in den Broschüren "Bad Muskau - gestern und heute", in den Veröffentlichungen der Pücklergesellschaft Berlin, in der Broschüre des Landkreises über Persönlichkeiten der Oberlausitz, um nur einige zu nennen.

Durch die Arbeit als Apotheker in Bad Muskau und seit 1957 als Leiter der Apotheke pflegte Manno einen ständigen Kontakt zu den Bürgern der Stadt und hatte stets ein offenes Ohr für deren Sorgen und Nöte.

Nun noch ein kurzer Streifzug durch das Leben von Werner Manno.

Werner Manno wurde am 12.05.1913 als 2. Sohn des Apothekers Richard Manno und seiner Frau Dorothea geboren.

Im Jahr 1935 erwarb er das Abitur und hatte als Praktikant in der Engel Apotheke in Görlitz den ersten Kontakt mit Arzneien, Salben und allem, was zu einer Apotheke gehört.. Am 20.03.1940 legte er sein Staatsexamen ab und begann am 02.09.1940 die Tätigkeit als Apotheker.

Wie so viele auch musste er von 1941 bis 1945 die Militärzeit absolvieren. Am 06.07.1945 wurde er aus der Gefangenschaft entlassen und nahm die Arbeit in der Muskauer Apotheke auf.

Am 11.11.1944 heiratete Werner Manno. Am 13.06.1946 wurde Sohn Ernst geboren und am 28.7.1948 Tochter Erika, die leider am 17.03.1965 verstarb. Am 22.01.1955 wurde Tochter Ulrike geboren.

Seit dem 85. Geburtstag steht die Parkbank von Werner Manno im Bergpark, neben der roten Buche, an seinem Lieblingsplatz. Die Zeit zum Verweilen auf diesem geliebten Fleck ist aber auch nach wie vor rar.

Nach der Ehrung äußerte sich Herr Manno wie folgt: "Dankend habe ich die Ehrung angenommen für mich und damit auch für meine Familie, die mit Bruder, Sohn, Tochter und Enkel anwesend sind. Ein "Wehmutstropfen" ist aber auch dabei. Meine liebe Frau kann sich nicht mehr daran erfreuen."

 

 

 

 

 

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