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Kurorttradition

1822

wird Pückler auf den reichen Eisengehalt der Quelle südlich der Stadt und den damit verbundenen Nutzen für Kranke aufmerksam gemacht. Daraufhin lässt Pückler im Sommer einige Wannen für Mineralbäder für Kranke der Standesherrschaft aufstellen und erste Trinkkuren verordnen.

1823

lässt Pückler die Kuranlage erweitern durch die Ernennung einer Badedirektion und zusätzliche Räume. Außerdem kommen neben dem Wasser der natürlichen Heilquelle Schwefel-, Kräuter-, Schlacken-, Douche- und Dampfbäder sowie ein Russisches Bad zur Anwendung. Eine Besonderheit sind die "Schwitzbäder", welche sich in den Schächten des Alaunwerkes befinden.

Die erste Badesaison im Badepark eröffnet Hermann Fürst von Pückler-Muskau im Juni, zu dessen Ehren die Kureinrichtungen "Hermannsbad" und "Hermannsbrunnen" (Trinkquelle) bezeichnet werden.

In den darauf folgenden Jahren wurde bereits das Moor in der Muskauer Umgebung entdeckt und neben dem Heilwasser zur Durchführung von Kuren eingesetzt.

1824

wird der Badepark mit umfangreichen Pflanzungen angelegt. Bis 1840 geschieht dies unter Initiative Lucies von Pückler-Muskau.

1857

ergibt ein Gutachten, dass das Hermannsbad nur wenig den Anforderungen eines Kurortes gerecht wird. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten konnte Pückler seit der Gründung der Einrichtungen keine Ergänzungen durchführen lassen. Erst der Prinz der Niederlande lässt ein neues Badehaus und komfortable Wohnungen errichten.

Gegen Ende des 19. und am Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt sich das Kurwesen zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor.

1913/14

lässt Dr. Halter im Bergpark ein Privatsanatorium bauen.

1930

wird der seit 1925 wieder aufgenommene Kurbetrieb eingestellt. Behandlungen mit einheimischen Heilmitteln werden nur noch im Privatsanatorium von Dr. Halter durchgeführt.

1945

sind das Kurhaus im Badepark sowie das Sanatorium Dr. Halter stark beschädigt. Letzteres wurde später abgetragen.

1949

wird der Kurbetrieb vom Badepark in den Schloßpark ins ehemalige Kavalierhaus (Moorbad) des Fürsten Pückler verlegt.

1950

eröffnet der Kurbetrieb im "Moorbad Bad Muskau".

1961

erhält Muskau die Bezeichnung "Bad" und heißt seitdem Bad Muskau.

1963

wird das Eisen-Calcium-Sulfat-Wasser der natürlichen Bergquelle als Heilquelle anerkannt.

1986

findet die Einweihung des Kinderkurheims im Bergpark statt. Es wurde an der Stelle errichtet, an dem einst das Privatsanatorium von Dr. Halter stand.

1989

wird die Heilquelle im Badepark umgestaltet und als Bergquelle gekennzeichnet.

1996

führt man am 21.01. die erste Kur durch, nachdem die Stadt die Trägerschaft übernommen hat.

Die Kinderkureinrichtung wird geschlossen.

1997

erhält Bad Muskau am 08.10. die Prädikatisierung als "staatlich anerkannter Kurort" mit Bestandsschutz bis 2005. Ende des Jahres muss die Stadt den Kurbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen einstellen und den Eigenbetrieb schließen.

1998

wird durch das Therapeutische Zentrum Moorbad Bad Muskau GmbH am 01.04. der Kurbetrieb im ehemaligen Kavalierhaus wieder aufgenommen.

2000

bringt eine im Norden Bad Muskaus niedergebrachte Bohrung aus 1600 m Tiefe eine hochprozentige Thermalsole mit einer Austrittstemperatur von 44° C und einem 24-prozentigen Salzgehalt zu Tage. Diese Thermalsole stellt eine enorme Bereicherung der Palette aufgebotener Heilmittel dar.

2003

Am 23.12. erwirbt der Freistaat Sachsen die Bergrechte an der Thermalsole und verpachtet sie an die regionale Entwicklungsgesellschaft.

2005

erhält die Stadt am 03.05. das staatliche Prädikat "Ort mit Moorkurbetrieb" verliehen.

2009

der Kurbetrieb im Therapeutischen Zentrum Moorbad Bad Muskau (ehemaliges Kavalierhaus) wird Ende des Jahres im alten Haus eingestellt. Am Markt entsteht unterdessen das neue 4 Sterne "Kulturhotel Fürst Pückler". Die alten Betreiber gründen eine Betreibergesellschaft und eröffnen im November das neue Kurhaus. Das Haus bietet ambulante Badekuren, zertifizierte Wellness- und Präventionsangebote, Privatkuren, Gesundheits- und Wellnesswochen, Wochenendangebote und Verwöhntage an.

2010

hat die Landesdirektion Dresden das Grundwasser aus der Bohrung "Hy Bad Muskau 1/2000" als Heilquelle staatlich anerkannt.

Der Landkreis Görlitz erwirbt vom Freistaat Sachsen die Rechte an der Solethermalquelle Bad Muskaus. Das Kulturhotel nutzt diese bereits zum Teil mittels modernster Technik.

 

 

 

Stadt Bad Muskau
Freistaat Sachsen
Landkreis Görlitz
Oberlausitz
UNESCO-Welterbe Muskauer Park
Gebietsgemeinschaft NEISSELAND
Waldeisenbahn Muskau (WEM)
Ver- und Entsorgungswerke Bad Muskau GmbH
Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH

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