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Geopark Muskauer Faltenbogen

Geopark Muskauer Faltenbogen
Geopark Muskauer Faltenbogen
Global Geoparks Network
Global Geoparks Network
European Geopark
European Geopark

Der Geopark Muskauer Faltenbogen erstreckt sich mit einer Fläche von 580 km² über das Gebiet des Amtes Döbern-Land im Brandenburgischen, sein Scheitel liegt im Sächsischen (Weißwasser) und der östliche Schenkel des Bogens in der Wojewodschaft Lubuskie (Lebuser Land, Trzebiel, Tuplice) in Polen.

Er gehört zu den landschaftlich am schönsten ausgebildeten Stauchendmoränen Mitteleuropas. Seit 1928 ist der Name Muskauer Faltenbogen gebräuchlich.

Grube Hermann Weißwasser (Radke)
Grube Hermann Weißwasser (Radke)
Grube Providentia Döbern (Radke)
Grube Providentia Döbern (Radke)
Informationszentrum Jerischke (Weisflog)
Informationszentrum Jerischke (Weisflog)
Teufelsstein (Geoparkbüro)
Teufelsstein (Geoparkbüro)
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Geoparkführung mit Jürgen Siegemund / Zertifizierter Geoparkführer (ZNL)
Geoparkführung mit Jürgen Siegemund / Zertifizierter Geoparkführer (ZNL)

Vor etwa 340 000 Jahren während der Elster-Eiszeit war das nördliche Mitteleuropa von Inlandeis überdeckt. An ihrem Südrand bei Bad Muskau brach eine Eiszunge – der Muskauer Gletscher – hervor, die 20 km lang, 20 km breit und etwa 400 bis 500 m dick war. Durch seine gewaltige Last verformte der Gletscher seinen Untergrund – er wurde zerdrückt, zerbrochen, gefaltet und ein Stück vor sich hergeschoben. Es entstand eine hufeisenförmige Stauchendmoräne. Dadurch gelangten Braunkohle, Sand und Ton an die Oberfläche, die wiederum Grundlage für die industrielle Entwicklung im 19. Jahrhundert waren. Auf engem Raum existierten etwa 90 Braunkohlengruben, 40 Glasfabriken, 11Ziegelein, ein Steinzeugwerk, eine Eisenhütte und ein Kurort, der Mineralquellen nutzte. Der Muskauer Faltenbogen ist eine charakteristische, durch die geologischen Besonderheiten bedingte Bergbaufolge- und Kulturlandschaft, die ihre wesentliche Prägung in der 130 Jahre währenden standort- und rohstoffgebundenen Industrieentwicklung zwischen 1840 und 1970 erfahren hat.

Heute ist der Muskauer Faltenbogen eine waldreiche, durch Rad- und Wanderwege erschlossene Bergbaufolgelandschaft mit 400 bis 500 Restseen. So kann der Besucher geologische Erscheinungsformen wie Findlinge (Reuthen, Trzebiel), Restseen in ihren unterschiedlichen Färbungen (Vier Bunte Seen bei Horlitza), Gieser (Drachenberge bei Krauschwitz), Moore (Reuthener Moor, Braunsteicher Moor) u.a. zu Fuß oder per Rad erkunden. Dazu laden die thematischen Radtouren wie Geologie-, Altbergbau-, Glas- und Jerischker Endmoräne-/Neißetal-Tour auf brandenburgischer sowie der Hermannsdorfer Radweg und der geotouristische Pfad „Drachenberge“ auf sächsischer Seite ein. Der geotouristische Pfad „Die ehemalige Babina-Grube“ bei Łęknica/Polen führt durch das einstige Abbaugelände von Braunkohle und Ton. Zahlreiche Informationstafeln entlang der Routen geben Auskunft über Wissenswertes und Interessantes sowie zur Geschichte und Entwicklung der Region.

Geoparkführungen zu jeder Jahreszeit

Geopark-Informationsstellen finden Sie:

  • Besucherzentrum der Waldeisenbahn Muskau, Bahnhof Teichstraße, D-02943 Weißwasser/O.L. Tel. 03576-207472, www.waldeisenbahn.de

 

Zertifizierte Geoparkführer  und das Geoparkbüro bieten Ihnen zu jeder Jahreszeit   geführte Wanderungen auf  deutscher und polnischer Seite an.

Bildungseinrichtungen haben die Möglichkeit mit den auf unserer Seite angebotenen Projektbausteinen ihren Unterricht zu ergänzen.

Der Aufbau des Geoparks begann 1998 als Projekt der Internationalen Bauausstellung Fürst- Pückler. Im Jahre 2006 wurde der Muskauer Faltenbogen als Nationaler Geopark Deutschlands und 2009 als Nationaler Geopark Polens zertifiziert.

Stadt Bad Muskau
Freistaat Sachsen
Landkreis Görlitz
Oberlausitz
UNESCO-Welterbe Muskauer Park
Gebietsgemeinschaft NEISSELAND
Waldeisenbahn Muskau (WEM)
Ver- und Entsorgungswerke Bad Muskau GmbH
Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH

© 2015 Stadtverwaltung Bad Muskau, Berliner Strasse 47, 02953 Bad Muskau - Impressum

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